Pressemitteilungen Archiv 2004

Schwedt ist starker zukunftsfähiger Kraftstoffstandort

Datum: 22.12.2004

Quelle: Ministerium für Wirtschaft des Landes Brandenburg

Bioethanolanlage in Betrieb - Förderbescheid für Biodieselanlage übergeben

"Dies ist ein guter und wichtiger Tag für den traditionsreichen Raffinerie-Standort Schwedt. Mit der bislang größten Bioethanolanlage Deutschlands auf dem Gelände der PCK-Raffinerie wurde ein Meilenstein gesetzt in der weiteren Entwicklung Schwedts zu einem zukunftsfähigen Kraftstoff-Standort. Zudem wird die geplante Errichtung einer Biodieselanlage und einer Ölmühle sowie einer Leichtbenzin-Veretherungsanlage zur weiteren Stärkung des Standorts beitragen. Damit wird sich Schwedt noch stärker als Kraftstoff-Kompetenzzentrum profilieren können."

Das erklärte Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns bei der heutigen offiziellen Inbetriebnahme der Bioethanolanlage der Nordbrandenburger Bioenergie GmbH & Co. KG (NBE) im PCK-Gewerbepark. Der Minister nutzte die Gelegenheit, um zugleich der Nordbrandenburger Umesterungswerke GmbH & Co. KG (NUW) einen Förderbescheid für ihre geplante Biodieselanlage zu überreichen.

Bioethanolanlage geht in Betrieb

Das Investitionsvolumen der NBE-Bioethanolanlage beläuft sich auf rund 49 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium fördert die Anlage, die mit 90 neuen Arbeitsplätzen und fünf Ausbildungsplätzen verbunden ist, mit rund 13,6 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GA). In der Anlage sollen künftig jährlich etwa 180.000 Tonnen hochreinen Bioethanols produziert werden.  "Mit diesem Projekt ergeben sich neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Industrie und Landwirtschaft", betonte Minister Junghanns.

Förderbescheid für Biodieselanlage übergeben

Die NUW errichtet - ebenfalls im PCK-Gewerbepark - eine Biodieselanlage mit einem Investitionsvolumen von knapp 42 Millionen Euro.  Es ist vorgesehen, dort jährlich etwa 150.000 Tonnen Biodiesel zu produzieren - als Beimischung zu dem in der PCR Raffinerie GmbH erzeugten Kraftstoff. Es sollen 75 Arbeits- und fünf Ausbildungsplätze geschaffen werden. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Projekt mit 10,3 Millionen Euro aus der GA. Den entsprechenden Zuwendungsbescheid hat Minister Junghanns heute in Schwedt übergeben.

Brandenburg zählt bereits heute europaweit zu den bedeutendsten Herstellerregionen von Biokraftstoffen.

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Dr. Steffen Kammradt

Dr. Steffen Kammradt
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