Brandenburg ist „Bestes Bundesland für Erneuerbare Energien“
Datum: 12.11.2008
Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien
In der Studie „Best Practice für den Ausbau Erneuerbarer Energien“ belegt Brandenburg den ersten Platz und erhält somit den neuen Preis „Leitstern 2008“. Die Studie liefert den ersten umfassenden Bundesländervergleich von politischen Rahmenbedingungen, Wirtschaftseffekten sowie Ausbaustand und Technologieentwicklung im Bereich der Erneuerbaren Energien.
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) haben im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien Anstrengungen und Erfolge der Bundesländer in rund 50 ausgewählten Bereichen untersucht. „Brandenburg ist in allen ausschlaggebenden Kategorien in der Spitzengruppe“ so Frithjof Staiß, Vorstand des ZSW. Im Ergebnis zeichnet sich Brandenburg als Gesamtsieger aus.
Kein anderes Bundesland habe für den Ausbau erneuerbarer Energien so ehrgeizige Ziele formuliert wie Brandenburg, heißt es in der Studie. Das Land will bis 2020 bereits 20 Prozent seines Energieverbrauchs und sogar 90 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien decken. „Die Energieerzeugung ist traditionell unsere Stärke und wird es mit den Erneuerbaren Energien auch weiterhin bleiben“, betont Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck. Brandenburg ist ein führender Produktionsstandort für Photovoltaik-Technik und Spitzenreiter beim Ausbau der Windenergie. Seit dem Jahr 2000 hat sich die im Land installierte Windkraft-Kapazität nahezu verachtfacht.
Den zweiten und dritten Platz nehmen die Länder Baden-Württemberg und Bayern ein. In der Gesamtwertung schneiden die neuen Bundesländer etwas besser ab. Hier sind zum einem die Anstrengungen zur Nutzung Erneuerbarer Energien höher, zum anderen die positiven Wirtschafts- und Arbeitsplatzeffekte stärker spürbar.